Flussseeschwalbe (Sterna hirundo)

Flußseeschwalbe
Flußseeschwalbe

Vorkommen und Wanderung: Flussseeschwalben verlassen uns bereits Mitte Juli bis Anfang August. Auf ihrer ersten Etappe fliegen sie in Richtung Holland, dann verläuft der Zug entlang der europäischen Küste über die Meeresenge von Gibraltar bis nach Westafrika zur Nordküste des Golfes von Guinea. Ihre Rückkehr auf dem Graswarder erfolgt etwa Ende April bis Anfang Mai. An der südwestlichen Ostsee beschränken sich die Vorkommen auf kleinere Kolonien von 20-40 Brutpaaren. Die bedeutendsten Brutgebiete liegen auf den Nord- und Ostfriesischen Inseln.

 

Brutbiologie: Im Unterschied zu Küstenseeschwalben bevorzugen die Flussseeschwalben auf dem Graswarder in den letzten Jahren Brutplätze auf den für sie ausgebrachten künstlichen Brutinseln. Das Nest polstert die Flussseeschwalbe stets mit mehr oder weniger trockenen Grashalmen, gelegentlich auch mit Federn oder Tangresten aus.

Die Eiablage erfolgt in 1-2 tägigem Abstand. Gelegegröße 2-3 Eier, Brutdauer 22-24 Tage, Nestlingsdauer 23-27 Tage. Die Brutinseln sind in der Regel sichere Aufzuchtsrefugien, die sie bis in den August nutzen.

 

Verhalten: Sofort nach ihrer Ankunft an ihrem Brutplatz beginnen sie mit der Partnerwahl, wenn diese nicht schon auf dem Fluge hierher begonnen hat. Zu den Verhaltensritualen gehört die bedeutsame Fischchenübergabe genauso wie das Scheinnisten. Falls in dieser Zeit die ersten Gelege durch Prädatoren (Silbermöwen aber auch Füchse) geraubt werden, reagieren die Flussseeschwalben mit Nachgelegen.