Stranddistel (Eryngium maritimum)

Stranddistel (Photo Klaus Dürkop)
Stranddistel (Photo Klaus Dürkop)

Die Stranddistel gehört wie der Echte Sellerie zu den Doldenblütlern (Familie Apiaceae). Sie zählt zu den auffallendsten und bekanntesten Erscheinungen der Flora der Ostseeküste. Diese Pflanze ist eine mehrjährige bis ausdauernde Staude, die durch ihre bizarre Schönheit begeistert. Sie kann bis zu einem halben Meter hoch werden.

 

Mit der weit verzweigten und tief in den Sand- und Geröllboden reichenden Wurzel beteiligt sich diese Pflanze an der Festlegung des lockeren Dünensandes. Selbst bei stärkeren Sandaufschüttungen wachsen ihre Sprossen nach oben hin durch.

 

Der Stängel ist kräftig; bei älteren Pflanzen bis zu 1 cm dick. Durch sparrig ästigen Wuchs entstehen oftmals dann, wenn die Pflanze fruchtet, halbkugelige Büsche. Die lederartigen, stacheligen Blätter sind mit einem wachsartigen Überzug versehen, der ihnen den amethystblauen Schimmer verleiht. Dieser Überzug verhindert eine übermäßige Verdunstung. Die Einzelblüten an sich sind eher unscheinbar, stehen aber gehäuft, so dass man die Pflanze als einen Dolden- oder Schirmblütler bezeichnet. Die schwimmfähigen Früchte können durch das Meerwasser verdriftet werden.

 

Der Bestand ist rückläufig, obwohl sie bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Naturschutz gestellt wurde. Sie gehört zu den Pflanzen der Roten Liste, die stark gefährdet sind (Kat. 2).

 

Die häufigsten Gefährdungsursachen sind im Vertritt durch Vieh und Touristen sowie im Abpflücken zu suchen. Darüber hinaus spielt der Verbiss durch Kaninchen eine große Rolle. Entscheidend für das Überleben der Stranddistel ist die Eindämmung der Kartoffelrose in den Dünen.