Meersenf (Cakile maritima)

Meersenf (Photo Klaus Dürkop)
Meersenf (Photo Klaus Dürkop)

Der Meersenf gehört zu den Kreuzblütlern (Familie Brassicaceae) mit dicklichen, saftig-fleischigen Laubblättern. Diese Art ist einjährig und hat eine dünne, fadenförmige und bis zu einem Meter lange Wurzel. Die Blätter sind deutlich gestielt und ungeteilt bis doppelt-fiederspaltig. Die kurzen, doppeldoldigen Blütenstände sind zur Blütezeit mit 8-30 Einzelblüten besetzt.

 

Auf dem hellsandigen Untergrund fällt der Meersenf leicht durch seine relativ großen lila bis rosafarbenen Blüten auf. Der Meersenf blüht von Juli bis Oktober. Zu finden ist diese Pflanze häufig am Meeresstrand im Spülsaum und auf Strandwällen. Vor allem wächst sie im Bereich von angeschwemmten, organischen Materialien; denn sie liebt offene, feuchte, salz- und stickstoffhaltige Sandböden. Oft steht sie im Kontakt mit Strandhafer und Salzmiere.

 

Der Meersenf ist an den Küsten Europas in mehreren Unterarten allgemein verbreitet; in Deutschland an den Dünenküsten, in Schleswig-Holstein häufig auch in Geröllablagerungen am Klifffuß der Steilküsten.

 

Sein Geschmack ist scharf und zugleich salzig. Die violetten Blüten duften angenehm. Das Kraut wurde früher wegen seiner antiskorbutischen und harntreibenden Wirkung arzneilich verwendet. Sieben verschiedene Senföle lassen sich aus dieser Pflanze gewinnen.

 

Volksnamen wie Meerkresse, Seekohl und Meerranken sind gebräuchlich.