Meerstrandbeifuß (Artemisia maritima)

Meerstrandbeifuß (Photo Klaus Dürkop)
Meerstrandbeifuß (Photo Klaus Dürkop)

Der Meerstrandbeifuß gehört zur großen Familie der Korbblütler (Familie Asteraceae) wie auch die Salzaster, die in seiner unmittelbaren Umgebung wächst. Diese silbergraue, weißfilzige, stark aromatische Pflanze bildet  teilweise rasenartige Flächen. Wer einmal ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben hat, wird den Geruch so schnell nicht wieder vergessen.

 

Die Stängel sind stark holzig und werden deshalb vom Vieh nur ungern gefressen; dagegen gern von Kaninchen. Da diese Pflanze jedoch sehr trittempfindlich ist, verschwand der Bestand im Ostseeküstenraum von Schleswig-Holstein aufgrund der Beweidung der Salzwiesen fast vollständig. Sie ist eine nitrophytische Art der Salzwiese, gedeiht daher z.B. auf Spülsäumen.

 

Die Blätter sind zwei – bis dreifach fiederspaltig mit liealischen Zipfeln. Ihre Blütenköpfe sind in einer rispigen Traube zusammengesetzt, die Blüte  selbst ist röhreförmig und gelb-grün gefärbt. Der Meeresstrandbeifuß blüht erst verhältnismäßig spät – von September bis in den Oktober.

 

Wir finden ihn an der Abbruchkante, aber auch flächendeckend im Übergangsbereich von der Strandsimsengesellschaft bis zum Rotschwingelrasen. Sein allgemeines Verbreitungsgebiet liegt an den Küsten des nördlichen und westlichen Europa. An der Ostseeküste ist er nur spärlich anzutreffen.

 

Im Volksmund stößt man auf Namen wie:

  • Würmbioved, da die Pflanze als Wurmmittel Verwendung fand
  • Flohkrund, weil der Meeresstrandbeifuß zum Vertreiben von Flöhen genutzt wurde
  • Aschblatt; der Name rührt von der aschgrauen Behaarung der Blätter her