Sturmmöwenkolonie mit Gästen

Zum geplanten langlebigen und stabilen Gitterzaun hat es leider im Frühjahr noch nicht gereicht. Zu hohe Wasserstände machten es den Zaunbauern unmöglich, die Zaunelemente einzu-bauen. Dafür sprangen unsere „vereinseigenen Zaunbauer“  um Nico, Michael, Gerd, Jens, Otmar und Hanna ein und errichteten aufs Neue einen beweglichen elektronischen Doppel-Weidezaun. Offensichtlich auch in diesem Jahr mit Erfolg. Die Graugänse laufen schon mit ihren Gösseln umher;  Austernfischer , Reiherente und  Sturmmöwen sind noch beim Brüten. Bleibt also die Hoffnung, dass die Küstenvögel erfolgreich ihre Jungen aufziehen können. Voraussetzung aber bleibt , dass die E-Zäune nicht von Menschenhand zerstört werden bzw. von  Prädatoren überwunden werden. Die Wärmebildkameras sind jedenfalls wieder „scharf“ gestellt.

 

Unmittelbar außerhalb des Zaunes sieht es dagegen deprimierend aus, denn da werden alle Gelege der Sturmmöwen, Rotschenkel, Feldlerchen und Wiesenpieper regelmäßig schon in der ersten Nacht nach dem Legen ein Raub der Füchse und Steinmarder. Bekanntlich blieb den Naturschützern ja eine großzügigere Einzäunung der westlichen vom Beobachtungsturm liegenden NSG-Flächen durch die Gemeinde Heiligenhafen verwehrt. Um diese Flächen trotzdem für Küstenvögel wieder attraktiv zu machen, entschloss man sich, die besagten Beutegreifer jagdlich zu reduzieren.

 

Dafür haben das Land und der Kreis Ostholstein nunmehr über die UNB die Grundlagen geschaffen. Greifen die Maßnahmen, hat der NABU die berechtigte Hoffnung, in Zukunft auch wieder die eleganten und seltenen Säbelschnäbler, die stoßtauchenden Küstenseeschwalben oder die farbenprächtigen Mittelsägerfamilien bei den naturkundlichen Führungen begrüßen  zu können. 

 

Text und Fotos: Klaus Dürkop