Zugvögel und Wasservogelzählung

Nonnengänse
Nonnengänse

Der Limikolenzug auf dem Grawarder war in diesem Jahr einfach eine Enttäuschung. Das ließ sich bereits im August feststellen, als nur ganz wenige Sichelstrandläufer auftauchten, sich im September nur selten Knutts, Zwergstrandläufer, Sanderlinge und Steinwälzer einfanden und bis zum 15. Oktober kein einziges Odinshühnchen beobachtet werden konnte. Die Zahl der Alpenstrandläufertrupps hielt sich ebenfalls in Grenzen. Normal war und ist der Bestand bei den Grünschenkeln und dem Großen Brachvogel.

Dagegen überraschte die große Zahl der durchziehenden Buchfinken und Grünfinken, die bis heute in großer Zahl das Fruchtfleich der Hagebutten von der Rosa rugosa offenbar genießen. Ihre Fluchtdistanz ist äußerst gering und für Fotografen ein lohnendes Ziel. Grünfinken mit “roten” Schnäbeln. Der Zug der Nonnengänse begann erstmals am 10.10. und erreichte im Überflug nur an einem Tag die Höchstzahl von etwa 460 Ex. Die Zahl der rastenden Nonnengänse hielt sich ebenfalls in Grenzen (kurzfristig bis zu 405 Ex.) Hierbei scheint die ständige Anwesenheit der Seeadler eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen. Denn während die Graugänse damit schon ganz gut umgehen können, ziehen die Nonnengänse schnell weiter.

 

Bei der am 13. Oktober durchgeführten Wasservogelzählung durch Anja und Thomas Koch sowie Falk Knobloch ergaben sich die folgenden Ergebnisse: Zwergtaucher: 4, Kormoran : 98, Graureiher: 11, Höckerschwan: 94, Blässgans: 2, Graugans: 1500, Kanadagans: 26, Weißwangengans: 24, Pfeifenten: 324, Krickente: 33, Stockente: 286, Reiherente: 80, Eiderente: 26 (außerhalb des NSG auf offener See aber viele Hundert), Schellente: 27, Mittelsäger: 20,

Austernfischer: 1, Sandregenpfeifer: 3, Kiebitz: 270, Alpenstrandläufer: 3, Gr0ßer Brachvogel: 3, Rotschenkel: 1, Grünschenkel: 6, Lachmöwe: 3, Silbermöwe: 37, Mantelmöwe: 7, Seeadler: 3. Unter die Besonderheiten vielen 1 Schwarzer Schwan, 1 Merlin sowie 3 Uferschnepfen.

 

Den Küstenabschnitt Binnensee und Eichholzniederung zählten Karin Kleine und Klaus Dürkop. Auffallend auf dem Binnensee waren und sind die bemerkenswert hohen Zahlen bei den Mittelsägern,  im Eichholz die der Kanadagänse und Graugänse sowie der Höckerschwäne.

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