Artikel mit dem Tag "Archiv-2009"



09. Oktober 2009
Willkommen im NSG Graswarder! Wie in einem schwarzes Band versammenl sich nachmittags im Osten und Süden der Nehrung tagtäglich bis zu 850 Exemplare der “Schwarzen Gesellen” am Ende der Strandwallhaken. Anlaß dazu sind die Heringsschwärme, die stets Ende September an die Küsten von Heiligenhafen vordringen. Tags über verlieren sich die Kormorane noch auf offener See, um dann aber spätestens ab 16.00 Uhr geballt und mit vollem Kropf zum Graswarder zurückzukehren. Hier finden sie...
04. Oktober 2009
Mit Windstärken von 8-9 tobte der erste Herbststurm über dem Graswarder. Nicht wie sonst üblich aus Nord-West, sondern aus Richtung Süd-West. Die Wassermassen “entschwanden” also in Richtung Finnischer und Bottnischer Meerbusen. Unter diesem Einfluss verbreiterte sich die Strandzone vor den Reetdachhäusern zusehends, die Sandflächen trockneten schnell ab und ließen den Winden freies Spiel. Schleier von freifliegenden Sandkörnern wurden Richtung Osten zur Graswarderspitze verdriftet....
04. August 2009
Sie sind seit Jahrtausenden vielgeliebte Kulturfolger und auch am Naturzentrum des NABU nicht mehr wegzudenken. Die weit überragenden Holzdächer bieten mit ihren halbdunklen Überhängen wohl optimale Brutmöglichkeiten. Bis zu sieben Paare siedeln sich Jahr für Jahr um das Blockhaus an. Schon morgens leisten sie den Naturschutzwarten auf der Veranda Gesellschaft, schauen ihnen beim Frühstück aus einer Entfernung von weniger als 1,5 Metern von der Brüstung zu oder schmettern lauthals...
28. Juli 2009
Momentar sind Millionen von Distelfaltern in Deutschland eingefallen, soviele wie seit 50 Jahren nicht mehr. Forscher wie Naturfreunde staunen über dieses Jahrhundertphänomen. Bekannt ist zwar, dass dieser Falter alljährlich im Frühjahr von Nordafrika nach Mitteleuropa wandert, doch dieser massenhafte Auftritt ist ungewöhnlich. Im Mai fielen sie in zunächst in größerer Anzahl nur in Süddeutschland auf, jetzt sind sie auch in Norddeuschland zu Tausenden zu beobachten. Distelfalter...
20. Juli 2009
Damit hatten wir nicht mehr gerechnet. Nachdem nämlich Anfang Juni ein Sturmhochwasser das Gelge der Höckerschwanfamilie südlich des Naturzentrums mehrere Stunden überflutet hatte, schlüpften dennoch am 15. Juli noch zwei Küken. Das Weibchen musste also nach dem Hochwasser noch einmal nachgelegt haben, denn vom 1. Gelege waren mehrere Eier fortgespült worden. Die”verbliebenen” Eier hielten wir also..
18. Juli 2009
Schon gut eine Woche verbreitet der gelbe Blütenschleier des Echten Labkrautes einen angenehmen honigartigen Duft auf dem Graswarder. Diese filigrane Sommerpflanze mit ihren winzigen, in Rispen stehenden Blüten wächst hier flächig auf den Kuppen der Strandwälle, also auf sandigem und trockenem Untergrund. Im frischen Kraut wurde ein Enzym nachgewiesen, das – wie Labenzym aus dem Kälbermagen – Milch zur Gerinnung bringt. Galium verum enhält u.a. Gerbstoffe sowie in Spuren ätherische...
09. Juli 2009
Der Charaktervogel des Graswarders traf mehr als pünktlich im Naturschutzgebiet ein, nämlich schon um den 10. März. Deshalb aber auf ein früheres Brutgeschäft zu schließen, hat sich nicht ergeben. Die ersten Eier wurden ca. 6 Tage später als sonst üblich gelegt. Im Gegensatz zur stets mit einem Elektrozaun geschützten Kolonie südlich des Naturzentrums begann die Legetätigkeit im Osten des NSG noch einmal über eine Woche später. Der Grund dafür mag in dem “gesicherten”..
26. Juni 2009
Man kann sich soviel Mühe geben wie man will. Die Rosa rugosa wird man auf herkömmliche Weise nicht mehr los. Manchenorts hat man schon im Großeinsatz versucht, diese Rose auszugraben – meistens vergebens. Gerade in den sensiblen Dünen überwuchern sie alle dort standorttypischen Pflanzen. In Heiligenhafen steht deshalb u.a. die seltene Stranddistel vor dem Aussterben. Aber auch Strandhafer, Strandroggen, Sandsegge, Meerkohl, Labkraut, Dünenstiefmütterchen..
19. Juni 2009
Nachdem die Blütenköpfe der Grasnelke verblasst sind, löst in diesen Tagen der leuchtend gelbe Mauerpfeffer mit seiner Farbenpracht die rosaroten Teppiche ab. Ein imposantes Schauspiel auf dem Rücken der nährstoffarmen Strandwälle. So ein Anblick scheint Biologen aus Süddeutschland bisher verborgen geblieben zu sein, denn wenn man den Hinweisen in ” Die Blütenpflanzen Mitteleuropas” von D. Aichele/ H.-W. Schwegler Glauben schenken sollte, dürfte dieses..
25. Mai 2009
Nachdem die Säbelschnäbler vor 12 Tagen ihre Gelege weitgehend durch ein Sturmhochwasser verloren hatten, sind sie nun auf höher gelegene Brutareale ausgewichen. Die Nachgelege bestehen zwar nun nicht mehr wie sonst aus 4 Eiern, doch 2-3 haben sie in der Regel wieder gelegt. Insgesamt brüten die Säbelschnäbler in zwei größeren Kolonien mit 13 bzw. mit 14 Paaren sowie an drei weiteren Stellen mit 1-2 Nesten. Damit zeichnet sich eine etwa gleichgroße Anzahl von Brutpaaren wie im Vorjahr...

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